Recommended Readings vom Januar 2020

Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:

Im letzten Monat sah ich folgende Videos und fand diese gut:


Eine (digitale) Kamera kann mensch auch selber bauen.
Ultracool!

Wie die radikale Rechte (ihre) Politik gamifiziert.


Autonomes Fahren am Limit. In stylischer Hülle. Der Text dazu ist auch lesenswert.


Die Engländer werden in Tokyo ein wildes Ding fahren.


Danny MacAskill in der Turnhalle.


Lucas Brunelle ist berühmt-berüchtigt für seine KurierVelo-Videos.
Hier ein Zusammenschnitt von ein paar wilden Szenen.


Spass (und coole Musik) mit Siri und Tablas.

Zebrafischkiemen wachsen, wenn die Fische trainieren

In den letzten Wochen hab’ ich’s immer wieder angetönt, ich hatte viel mit Zebrafischen zu tun.
Beim Schaffen hatten wir ein grosses Projekt, bei dem ich die Auswertung von Tomographiedaten (und anderem) übernommen habe, damit wir schlussendlich sicher sagen konnten, dass die Kiemen von Zebrafischen wachsen, wenn die kleinen Fische feste trainieren.

Aber alles der Reihe nach: Wie ihr wisst, arbeite ich seit einiger Zeit am Institut für Anatomie mit zwei MicroCT-Geräten und mache biomedizinische Forschung.
Zebrafische sind nicht nur härzige Aquariumbewohner, sondern auch ein prima Modellorganismus in der Biologie.
Dies, weil sie unter anderem im Anfangsstadium ihres Lebens durchsichtig sind, also sehr gut geeignet sind um das Organwachstum zum Beispiel unter dem Mikroskop zu untersuchen.
Im Projekt, bei dem ich mitgearbeitet habe ging es auch um das Organwachstum, aber nicht darum, dass das Organ durchsichtig ist.
Wir wollten nämlich prüfen, ob die Kiemen der Zebrafische wachsen, wenn sie ausgiebig trainiert werden.

Dazu wurden die Fische während einigen Wochen von Matthias und Dea in einem sogenannten Schwimmtunnel trainiert.
Von 20 diesen Fischen haben Oleksiy, Fluri und ich dann hochaufgelöste, röntgentomographische Aufnahmen des Kopfes gemacht.
Aus diesen dreidimensionalen Aufnahmen haben Dea und Matthias dann die Kiemen virtuell ausgeschnitten.
Diese ausgeschnittenen Kiemen habe ich dann in einem ziemlich langen Jupyter Notebook analysiert, so dass wir schlussendlich zum Schluss gekommen sind, dass die Kiemen der trainierten Fische einerseits grösser und andererseits ‘luftiger’ werden, d.h. die Abstände zwischen den Ästen der Kiemen grösser sind.

Da ich es extrem wichtig finde, dass unsere Resultate nachvollziehbar sind, habe ich versucht meine Arbeit am Projekt so zu machen, dass diese im Stil von Reproducible research von A-Z nachvollziehbar ist.
Die Daten, die Dea und Matthias aus den grossen gescannten Datensätzen digital ausgeschnitten haben, sind bei der OpenScienceFoundation zu finden, sogar mit eigener DOI:10.17605/OSF.IO/A5ESX.
Wenn diese 20 Datensätze heruntergeladen [1] und in einem Verzeichnis auf einem Rechner ausgepackt werden, ist ein Grossteil der Daten die es zum Nachvollziehen braucht schon da. Der Rest (Bilder, Excel-Files, etc.) ist alles im GitHub-Repository meiner Analyse zu finden, das also auch ‘nur’ ausgecheckt werden muss.
Dann muss das Notebook gestartet werden und das Verzeichnis mit den Rohdaten in Zelle 16 des Notebooks angepasst werden. Anschliessend dauert die Berechnung je nach Leistungsfähigkeit des Rechners eine kurze oder lange Weile [2], Zwischenschritte werden jeweils ins oben angepasste Verzeichnis gespeichert, falls mal die Rechenleistung nicht ausreicht…

Schlussendlich habe ich dann die so generierten Bilder und Tabellen ins Manuskript kopiert, welches wir gemeinsam auf Authorea geschrieben haben.
Mit einem Klick haben wir das Manuskript öffentlich gemacht, und es auf bioRxiv hochgeladen: DOI:10.1101/744300.
Das heisst, dass das Manuskript zwar ab dann öffentlich ist, aber dessen Qualität ist noch nicht in einem sogenannten ‘peer review’ sichergestellt.
Dafür haben wir das Manuskript bei PLOS ONE eingereicht.
Dort wurde dann das Manuskript von uns unbekannten Kennern und Kennerinnen der Materie geprüft, ein paar Dinge bemängelt und nach unseren Korrekturen schlussendlich publiziert: DOI:10.1371/journal.pone.0228333.

Weil ich gerne meine Arbeit versuche schön zu zeigen, habe ich dann zum Manuskript aus den Daten noch eine Visualisierung gemacht.
Dieser Film ist unten eingebunden [3].
Die Visualisierung zeigt einen Kopf eines Zebrafisches, den wir gescannt haben.
Das Auge des Zebrafishes hat einen Durchmesser von ungefähr 0.8 mm, der ganze Kopf ist also nicht viel grösser als 5 mm.
Auf der linken Kopfseite wurden die Kiemen entfernt und damit die elektronenmikroskopischen Untersuchungen gemacht.
Auf der rechten Seite des Kopfes tauchen die Kiemen als rotes Volumen auf.

In Zebrafischen sind diese Kiemen als vierblättrige Struktur aufgebaut, die eben mit Training einerseits grösser und andereseits luftiger wird.
Cool, oder?

[1]: Am einfachsten mit diesem kleinen Bash-Skript.

[2]: Mein Bürorechner hat 196 GB RAM und eine 2 TB-NVMe SSD.

[3]: Da ich den Film nicht direkt von PLOS ONE einbinden konnte, habe ich eine Kopie meines Films auf Youtube hochgeladen.

Mein 2019 in Bildern

Hier einer der Posts zu meinem 2019.
Mein letztes Jahr in Bildern.
Dieser und andere Posts sind unter dem Tag jahresrückblick19 zu finden.

Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger, Fotos zu finden, auf denen K1 und K2 nicht zu finden sind.
Also gebe ich mir gar keine Mühe, solche Fotos zu finden, die beiden Glünggis sind nun mal ein grosser Teil meines Lebens und haben auch einen grossen Beitrag zu tollen Momenten im 2019 geleistet, genauso wie die tolle Frau dazu.

2019.01
Ein erstes Date im 2019 im Restaurant Tanaka. Glücklicherweise nicht das einzige Date im vergangenen Jahr.

2019.02
K1 probiert mal Langlauf im Obergoms.

2019.03
K2 (mit Zwischenverpflegung) beim ‘Schlitteln’ auf der Bettmeralp.

2019.04
So geht ein Foto vor dem Matterhorn. An einem Wochenende mit Freunen in Zermatt.

2019.05
Auffahrt-Ausfahrt vom Walter-Zoo in Gossau zum Baumwipfelpfad.

2019.06
Urban exploring auf dem Chaumont. Der Besuch dort oben machten wir auf Hinweis vom Geoblog.

2019.07
Mittagspause am Lago Palabione, nach einer steilen Wanderung.

2019.08
E Chueh am Waldrand (oder so), bei einer Wanderung mit Freunden.

2019.09
Ein lustiger Geburi, beim Slot Car Racing mit Freunden. Mersi Yves fürs Foto.

2019.10
Der Himmel über Genua.

2019.11
Gurtenbähnlifahren geht immer und ist immer spannend.

2019.12
Spontan zwischen Weihnachten und Neujhahr ein paar Tage in Grächen. Entspannend und immer wieder toll.

Organspende

In den letzten paar Tagen zusammen auf dem Sofa geschaut, die sehr gute und berührende vierteilige Serie von SRF: ‘Organspende – Ich will leben’.
Sehr sehenswert, auch weil das Thema von verschiedenen Ansichten her beleuchtet wir.
Teil eins bis vier sind unten eingebunden, hinter diesem Link findest du den ersten Teil auf der SRF-Seite.

Dazu: Egal ob du dich für oder gegen eine Organspende entscheidest, hast du deine Entscheidung schon im nationalen Organspenderegister eingetragen? Und deine Entscheidung mit deinen Liebsten an- und abgesprochen, so dass diese im Fall der Fälle die Entscheidung nicht für dich machen müssen?
Bei meiner Entscheidung gehe ich mit Christian einig; falls nach meinem Tod meine Organe noch jemandem helfen können, wäre es schade, diese zu vergrabenverbrennen.

Recommended Readings vom Dezember 2019

Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:

Im letzten Monat sah ich folgende Videos und fand diese gut:


Cooles Video, cooler Song.
[glaubs via Jans Zettelkasten, aber ich find den Link dort grad nicht]


Bei einem Skiunfall möchte ich nicht von diesen zwei Glünggis gerettet werden…


Der Nikola, der war schon ein schlauer Kerl.
Details siehe hier.


Das Leben als Nicht-Star Wars-Fan.
Kenne ich gut.


Eine Schneeballschlacht als Actionmovie.
An sich nicht wahnsinnig speziell, wurde aber komplett mit einem (oder wohl mehreren) iPhone (11 Pro) aufgenommen.
[via kottke.org]

Wo war ich im 2019

Hier einer der Posts zu meinem 2019.
Eine Darstellung meiner Aufenthaltsorte im vergangenen Jahr.
Dieser und andere Posts sind unter dem Tag jahresrückblick19 zu finden.

Wie letztes Jahr lief das ganze Jahr über WHIB im Hintergrund auf meinem iPhone SE.
Das heisst, dass ich jetzt ca. 18000 Datenpunkte habe, wo sich mein Telefon (und dadurch mit hoher Wahrscheinlichkeit ich) im 2019 befunden hat.

Im 2109 war ich drei Mal ausserhalb der Landesgrenzen.
Im Mai war ich an einer Konferenz in Belgien und habe dort die Geschichte mit den Zebrafischen präsentiert, über die ich hoffentlich bald mehr schreiben kann.
Auf der Karte, die ganz unten in diesem Post eingebunden ist, zieht sich die Zugfahrt dorthin hübsch als Linie von Bern bis Mechelen in Belgien.
Im Juli waren wir mit einem coolen, gemieteten Camper in der Umgebung des Comer See unterwegs.
Im Oktober fuhren wir mit dem Zug nach Rapallo und haben den sprichwörtlichen Steinwurf weit vom Meer weg übernachtet, ein paar entspannte Tage an der ligurischen Küste verbracht, bevor wir auf dem Rückweg noch ein paar Tage in Genua die spannende Stadt erkundet haben.

Von Mechelen in Belgien bis Prato (dem Leuchtturm unter Portofino) habe ich also ca. 750 km in Nord-Süd-Richtung gemacht.
Im Durchschnitt bin ich fast zuhause geblieben, nämlich in Brenzikofen :)
Ende November habe ich trotz kaputtem Knie die SkiTelemark-Saison gestartet.
Die Bergstation des Sessellifts auf den Furgsattel war der höchste Punkt, an dem ich mich im 2019 befunden habe.

Unten ist die Heatmap meiner Positionen im 2019 eingebunden.
Die komplette Analyse ist hier auf GitHub zu finden, falls jemand dies für sich nachbauen will.
Weil die Originaldatei mit meinen Positionen auch die genauen Zeiten enthält, liefere ich die aus datenschutztechnischen Gründen nicht mit.
Eine kommplette Version meiner Analyse als Jupyter-Notebooks mit allen Karten ist (zur Ansicht) hier zu finden.

Recommended Readings vom November 2019

Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:

Im letzten Monat sah ich folgende Videos und fand diese gut:

Falls ich mal einen Hund habe, üben wir das auch.

Karim fährt Rollerblades.
An einem Ort an dem mensch es nicht erwarten würde.

Coole Animation mit cooler Musik.
[via Boing Boing]


Eine Schar ganz aufgeregter WissenschaflerInnen guckt auf den Meeresgrund.
[via Boing Boing]


Legöle für Nerds.

Faxen für Nerds.

Recommended Readings vom Oktober 2019

Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:

Im letzten Monat sah ich folgende Videos und fand diese gut:


Happy People dank etwas simpler Chemie.


Videos betiteln kann der Herr Brumotti nicht, aber velölen schon fei chli.

Recommended Readings vom September 2019

Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:

Im letzten Monat sah ich folgende Videos und fand diese gut:


25 Jahre ‘Ill Communication’ von den Beastie Boys [via Jan].


Ich schaue eigentlich keine Skate-Videos, aber was Matt Tomasello hier auf dem Brett zeigt, ist ziemlich saucool und sehenswert.


Bis jetzt wusste ich echt nicht, dass Ameisen auch stechen können und einem nicht nur abisle. Adrian Smith hat ein sehr informatives Video dazu gemacht.


Alt, wohl ziemlich sexistisch, aber trotzdem toll.


Jan Böhmermann über Homöopathie [via meine Schwester].


In den Händen eines Kenners sagt ein unbedarft getwittertes Foto schon vieles aus.


Wunderhübsch gemachte Geschichtslektion.


Angewandte Geometrielektion in 3D [via Mike]

Recommended Readings August 2019

Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:

Im letzten Monat sah ich folgende Videos und fand diese gut:

Schonungslos ehrliche Doku einer Tochter über ihren Vater.
Dieser hat sich in eine ~30 Jahre jüngere Frau aus Thailand verliebt.
Die Ehrlichkeit des Vaters entlarvt, wie viele Vorurteile in einem stecken.
Sehenswert, auch weil nur noch bis ca. 19. September online.

Dieses ‘Keine Party’ ist eine Riesenparty.
Und nimmt Referenz auf KAP BAMBINO – “Hey!” sowie Techno Girl.

Zukunft Kunst.
Die restlichen Videos von Fologram sind auch ziemlich gut.

Recommended Readings Juli 2019

Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:

Im letzten Monat sah ich folgende Videos und fand diese gut:

Ein lustiger Trick

Für das wurden 360°-Kameras erfunden. Eine virtuelle Tour aus einer laufenden Abwaschmaschine. Umbedingt rumklicken und in jede Ecke schauen :)

Recommended Readings vom Juni 2019

Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:

  • The End of the Map as We Know It (blog.mapillary.com): Eine schöne Übersicht über den gegenwärtigen Stand von OpenStreetMap, einem meiner grossen Online-Hobbies. Die freie Karte wird geformt von denen, die dort mitmachen. Und global immer wichtiger.
  • Miracle Machine Makes Heroic Rescues — And Leaves Patients In Limbo (khn.org): ECMOs, die das Blut ausserhalb des Körpers mit Sauerstoff versorgen, können Leben retten. Führen aber auch zu neuen ethischen Problemen, denn nun gibt es Patienten, deren Lunge und Herz nicht mehr funktioniert, die aber dank der Maschine leben können. Dieser Text beschreibt, wie mit diesem Dilemma umgangen werden kann.
  • How to land on the Moon (newatlas.com): Letzthin habe ich The Last Man on the Moon fertig gelesen, ein sehr cooles Buch. Dieser Text hier von newatlas.com gibt einen kleinen Abriss, was nötig war, dass insgesamt 12 Typen auf dem Mond gestanden sind.
  • If Facebook or Google create their own currency, they can control our lives (theguardian.com): Irgendwann vor hundert Jahren habe ich mir mit einer kleinen Investition in Bitcoin schlussendlich einen Velorahmen gekauft. Hätte ich die Bitcoins damals nicht verkauft, müsste ich heute deutlich mehr Steuern zahlen. Die grosse blaue Firma Facebook will jetzt auch eine elektronische Währung rausgeben. Das ist für Facebook gut, für die User*innen aber weniger, denn daraus entstehen viele Datenspuren.
  • The birth and death of a bike company: What happened to SpeedX? (cyclingtips.com): Trotz dem ‘interessanten’ Thema hatte ich bisher noch nie von der Velofirma SpeedX gehört. Die verlinkte Reportage schlägt einen weiten Bogen von Kickstarter über Fabrikation, hin zu Überforderung, PubliBike-artigen Firmen in China hin zu den Protesten auf dem Tianmen-Platz bis zum spektakulären Tod einer Firma.
  • Day of the Tentacle (filfre.net): Ein hübscher Rückblick auf das lustigste Computerspiel überhaupt. Oh, the memories! Beim Lesen des Textes habe ich rausgefunden, dass es das Spiel für einen Füfliber für iOS-Geräte gibt. Noch während dem lesen dieses Textes habe ich das Spiel runtergeladen. So cool!
  • Das verschwundene Klo (blendle.com): Als ein Augsburger Rentner nach Hause kommt, findet er die Toilette nicht mehr vor. Sein Vermieter versichert ihm, es sei eine vorübergehende Ausnahmesituation. So vergehen Jahre. Eine haarsträubende Geschichte über Frechheit, Scham und viel zu viel Geduld.
  • Kill Instant Messaging (dpc.pw): Ich glaube, Instant Messaging muss mensch gar nicht umbringen, das ist schon tot, oder?
  • A Natural Mother (believermag.com): Die Geschichte einer geistig behinderten Frau, die sich ein Kind wünscht. Und diesen Kinderwunsch mit einer ‘adoptierten’ Puppe ausleben kann.
  • Ein grosser Schritt (blendle.com): Ein Priester sehnte sich danach, seine gesunden Beine amputieren zu lassen. Heute weiß er, dass er unter einer seltenen Krankheit leidet. Er sitzt jetzt im Rollstuhl.
  • Mit dem Molotowcocktail gegen den Filz (woz.ch): Vergangenen Sommer demonstrierten in Basra Hunderttausende vor allem junge Leute gegen die Korruption der Regierung. Und weil diese Stadt im Südosten des Irak schon immer ein Seismograf für politische Umbrüche und Bewegungen war, lässt sich dort erahnen, wohin das Land steuert.
  • Can you survive if you run out of air? (bbc.com): Menschen überleben ein paar Minuten ohne Sauerstoff. Der Berufstaucher Chris Lemons hat nach einem Zwischenfall unter Wasser eine halbe Stunde ohne Luft verbracht. Und ohne Schaden überlebt. Schampar spannend geschrieben.
  • An antidote to futility: Why academics (and students) should take blogging / social media seriously (blogs.lse.ac.uk): Auch Wissenschaftler*innen sollten sich nicht vor diesem neumodischen Zeugs verschliessen und bloggen sowie soziale Medien nicht verachten. Ich versuche es hier ein bisschen.
  • Why the Avocado Should Have Gone the Way of the Dodo (smithsonianmag.com): Die Avocado ist ein evolutionärer Anachronismus, ihr Riesenkern und das fleischige Fruchtfleisch sind ein Überbleibsel aus längst vergangenen Zeiten.

Im letzten Monat sah ich folgende Videos und fand diese gut:


Hunde lotsen Enten.


Mauro Morandi lebt alleine auf der Insel Budelli nördlich von Sardinien. Und schaut zur Insel. Was immer schwieriger wird.


Steve-O, einer der Jackass-Clowns ist während der Jackass-Zeit tief im Drogensumpf versunken. Diese (wohl von einer VHS-Kasette kopierte) Doku zeigt, wie er es schlussendlich geschafft hat, heute seit 11 Jahren drogenfrei zu leben.

Ich bekomme pro Tag ca. 1-2 Mails, die mich auf irgendeine Konferenz einladen wollen (letzthin auf eine schöne Insel in Südkorea). Dieser Talk vom 35C3 erklärt, was dahinter steckt.

Eine schön kondensierte Liebeserklärung an den radikalen Hip-Hop.

Recommended Readings vom Mai 2019

Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:

  • Eating Way Too Much Rice Almost Doomed Japan’s Imperial Navy (nationalinterest.org): Die Japanische Marine hatte Ende des 19. Jahrhunderts ein grosses Problem. Weil die Soldaten durch die einseitige Ernährung mit fast ausschliesslich Reis einen ausgeprägten Mangel an Thiamin/Vitamin B1 hatten, litten sie an Beriberi. Spannend, wie die geopolitische Lage die Lösung des Problems beeinflussten.
  • The shittiest project I ever worked on (blog.plover.com): Eine klassiche ‘zuviele Köche verdeben den Brei’-Geschichte. Wie die Implementierung einer Filialsuche für eine grosse Firma über mehrere Umwege viel zu kompliziert wurde.
  • Impossible Foods’ rising empire of almost-meat (engadget.com): Die Hälfte meines Lebens bin ich Vegetarier, streite aber nicht ab, dass Fleisch auch gut schmecken kann. Was ist, wenn der Geschmack und das Mundgefühl möglich ist, ohne dass dafür ein Lebewesen sterben muss? Impossible Foods und Beyond Meat zeigen, wie das gehen kann. Dazu auch noch dieser Text hier aus ‘The Atlantic’
  • The Criminalization of Women’s Bodies Is All About Conservative Male Power (newrepublic.com): In den USA wird eine Abtreibung immer schwieriger durchzuführen. Es ist unglaublich, dass die Hälfte der Menschen (und die Gesamtheit, die es wirklich betrifft) nicht frei über den eigenen Körper bestimmen kann.
  • Where on Earth Is Sam Sayers? (seattlemet.com): Sam Sayers verschwindet bei einer Allein-Wanderung spurlos und taucht bis heute nicht wieder auf. Die Geschichte hier beschreibt, was so eine Suche für Konsequenzen hat.
  • What Happened After My 13-Year-Old Son Joined the Alt-Right (washingtonian.com): Nullpunktverschiebung im Online-Diskurs. Oder was passiert, wenn es eine vorgänging abwegige Meinung zu deiner eigenen wird. Die Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, anderen Menschen (auch solchen, deren Meinung dir schuderhaft gegen den Strich geht) zuzuhören und deren Meinung einzuordnen. Dann sieht man auch, wenn diese Menschen nach dem Zuhören immer noch die falsche Meinung vertreten.
  • The Trees That Sail to Sea (hakaimagazine.com): Schwemmholz sammeln als Beruf.
  • ‘Deep Sleep’: How an Amateur Porn Film Set Off a Massive Federal Witch Hunt (thedailybeast.com): Eine Geschichte über einen Pornofilm. Damals, also noch solche Filme produziert wurden, und nicht hauptsächlich durch eine Firma Clips im Internet verteilt werden.
  • Photography’s new bag of tricks (nytimes.com): Im 1996 beschreibt die New York Times die Möglichkeiten, die Fotografie heutzutage damals bietet. Ein ‘trip down memory lane’.
  • Can we all please stop using Medium now? (webdistortion.com): Own your content, don’t sell it. Wieso mensch Content nicht für jemanden Anderen produzieren sollte, ein Plädoyer auf das eigene Blog (Ja, ich weiss, ich sollte auch mal wieder etwas Content produzieren hier).
  • Nugrybauti (guernicamag.com): Vom Wort Nugrybauti, welches in Litaue beschreibt, wenn mensch sich beim Pilzesammeln verliert zu einer Parabel zu einer Erzählung über den Vater. Schön zu lesen, auch wenn traurig.

Im letzten Monat sah ich folgende Videos und fand diese gut:

Leonardo da Vinci hat 1502 eine Karte von Modena gezeichnet. Heutzutage geht das dank weltweit verfügbaren Luftbildern viel einfacher als damals :)

VICE INTL über Drag Queens in Shanghai.

Recommended Readings vom April 2019

Dieses Mal hat’s etwas länger gedauert.
Aber mein geliebtes 15″ MacBook Pro ist nach knapp 8 Jahren definitiv tot.
Und da ich nicht einfach das TimeMachine Backup rüberkopiert habe, sondern den neuen Laptop von Grund auf aufgesetzt habe, dauert es eine Weile, bis ich mich um die Recommended Readings kümmern wollte.
Aber wenigstens kam ich viel zum lesen in den letzten Wochen, es kam eine ziemlich lange Liste zusammen :)

Eben: Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:

Im letzten Monat sah ich folgende Videos und fand diese gut:

35c3-Content I: Computer-Infrastruktur (genauer Virenscanner) in Nordkorea.

Hans Rosling ist immer wieder gut.

Jeder und jede hat letzthin das ‘Foto’ des schwarzen Loches gesehen: hier die anschauliche Erklärung, wieso es so aussieht, wie es aussieht.

SPImagine ist genial, um in kürzester Zeit grosse Datensätze zu visualisieren.

Eine kurze Dokumentation über die Menschen, die ein paar Jahre nach dem Atomunfall in Fukushima und Umgebung verbleiben.

Eine Doku über Aussteiger in La Gomera, auf den kanarischen Inseln. Leider teilweise nicht ganz ernst zu nehmende Menschen.

Auch sinnlos teure Autos müssen getestet werden, ob sie Normen erfüllen. So geht das.

Die Doku zum langen Text über Susan Potter. Achtung, mit toten Menschen, die für die Wissenschaft und die Ausbildung von Mediziner*innen aufbereitet werden.

35c3-Content II: Wie am LHC in Genf Daten verarbeitet werden.

Unglaublich starke Spoken Word Performance. Mehrmals schauen, um den Text zu verstehen. Oder Untertitel einschalten. [via Jan]

Recommended Readings vom März 2019

Im letzten Monat las ich unter anderem folgende Texte und fand diese gut:

Im letzten Monat sah ich unter anderem folgende Videos und fand diese gut:

Richtig gutes Zeug! [via Jan’s Zettelkasten] Die Lichtnahrung (daserste.ndr.de): Finn Bogumil hat sich im November 2017 zu Tode gefastet. Wie es dazu kam und ein paar Informationen von Menschen, die glauben, nur von Licht leben zu können zeigt diese Doku vom NDR.

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Recommended Readings vom Februar 2019

Im letzten Monat sah ich unter anderem folgendes Videos und fand dieses unterträglich schlimm. So behandeln wir Menschen, die viel riskieren und auf ein besseres Leben hoffen. Alles Andere ist in diesen Monat unwichtig.

Achtung, das Video zeigt unter Anderem, wie Menschen auf der Flucht aus Afrika vor Lybien sterben. Es muss aber trotzdem gesehen werden.