in movies, personal

Kurzkritik: Iron Sky

Auch wenn der Hintergrund zur Entstehung des Films spannend ist, gibt die Geschichte vor allem im zweiten Teil wenig substanzielles her. Nicht, dass ich etwas anderes erwartet hätte, aber dass mir der Gag, dass High Heels auch als Waffe verwendet werden können als Filmmoment geblieben ist, zeigt doch, dass die Geschichte doch arg dünn ist. Wenigstens kriegen die Filmemacher kurz vor dem Abspann noch die Kurve zu einer Parabel (im sprachlichen, nicht mathematischen Sinne); nicht einmal im Angesichts von hinter dem Mond lebenden Nazis (im bildlichen und wörtlichen Sinne) kriegen die Nationen der Erde ihre Animositäten auf die Reihe.

Und nebenbei: Dass in Bern Filme nur noch synchronisiert und nicht mehr im Originalton gezeigt werden trägt nicht sehr viel dazu bei, dass ich weiterhin mein Geld an den Kinokassen und nicht anderswo ausgeben will.

Leave a Reply

  1. Dass immer mehr Filme nur noch synchronisiert in die Kinos kommen ist wirklich schade. Bei “Iron Sky” konnte ich für den O-Ton wenigstens ins Riff Raff nach Zürich ausweichen. Aber bei “Chronicle” bleibt mir nur mein Heimkino. Dabei wäre heute mit den digitalen Kinos der Aufwand für mehrere Tonfassungen viel geringer als noch zur Zeit mit den Filmrollen.

  2. Dass wir auch Zürich ausweichen hätten können, war mir gar nicht bewusst. Und nachdem ich gerade eben herausgefunden habe, dass Google ‘neuerdings’ auch ein Kinoprogramm hat: http://is.gd/tTG4xC werde ich für Chronicle wohl auch aufs Heimkino ausweichen…

  3. Mir ging’s ähnlich. Ich hatte nach dem ganzen Hype mehr erwartet. So ist mir nicht klar geworden, ob das jetzt eine Komödie sein will oder doch nicht.

    Den High-Heels-Gag habe ich übrigens vor wenigen Monaten in “Plugged: A Novel” gelesen, welch lustiger Zufall.

  4. Laut dem “about” war das Ziel schon, eine “dark science fiction comedy” zu machen, also war das komödiantische wohl schon gewollt. Aber eben, kam doch nicht ganz richtig rüber…