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Wahlwerbung #FAIL

Feb 2010
20

Heute Mor­gen habe ich von Herrn Rothen­fluh [1], offen­sichtlich Regierungsrats-Kandidat für die Wahlen 2010 ein Mail bekom­men. In diesem Mail emp­fiehlt er sich mir [2] als Kan­di­daten, um die Prob­leme der Kosten­spi­rale im Gesund­heitswe­sen zu lösen. An sich ja eine Posi­tion, die mann vertreten könnte.

Herr Rothen­fluh hat sich aber jeglich­ste noch so kleine Unter­stützung ver­spielt, weil er näm­lich mit dem Ver­sand seiner Nachricht gegen Artikel 3 des Bun­des­ge­set­zes über unlauteren Wet­tbe­werb ver­stossen hat, denn seit dem 1. April 2007 ist in der Schweiz der Ver­sand von Spam untersagt.

Ein Massen­ver­sand (ich gehe mal davon aus, dass dies ein Massen­ver­sand war, denn min­desten 2 andere Schweizer Onliner haben seine Nachricht auch bekom­men, siehe [2]) ist nur erlaubt, wenn der Empfänger dem Erhalt zuges­timmt hat. Dies ist nicht der Fall, ich höre zum ersten Mal von Herr Rothen­fluh. Weiter muss der Absender klar erkennbar sein, was hier der Fall ist. Der dritte Punkt der Voraus­set­zun­gen ist nur the­o­retisch gegeben. Herr Rothen­fluh schreibt schon im Ersten Abschnitt, wie men­sch sich von seiner Liste ent­fer­nen lassen kann (übri­gens mit Schreibfehler), die Abmelde-Adresse enthält aber auch einen Tippfehler, so dass diese Voraus­set­zung nicht erfüllt ist, denn die Abmelde-Nachricht wird so gar nie eintreffen

Fazit: Herr Rothen­fluh, Sie haben auf ganzer Linie ver­sagt! Und weil Sie Ihre Spam­nachricht von Ihrem Provider green.ch über Ihren Mailserver bei solnet.ch [3] ver­schickt haben, glaube ich, dass men­sch sie sogar verk­la­gen oder zumin­d­est bei der Polizei anzeigen sollte!

[1]: Web­seite ist www.josef– “Sein Nach­name” .ch

[2]: und offen­sichtlich noch ein paar anderen, wie in dieser Twitter-Suche zu sehen ist.

[3]: Wie aus der rel­e­van­ten Zeile des Head­ers ersichtlich ist: “Received: from rru_server2 (zux163-045.adsl.green.ch [80.254.163.45]) by donald.solnet.ch (Post­fix) with ESMTP id 188659811E for <david.haberthuer@gmx.ch> Sat, 20 Feb 2010 08:31:23 +0000 (GMT)”

Update: Ich habe die Geschichte soeben per Mail an die Abuse-Abteilung von green.ch und solnet.ch gemeldet. Mal schauen, was daraus wird…


smartvote 2008

Nov 2008
29

für das kom­mende woch­enende hat’s herr jacomet vorgemacht, was men­sch tun sollte: wählen! ich habe vor ein paar tagen von hand 79 [1] namen auf meinen wahlzettel geschrieben [2]. span­nend zu sehen, durch wen ich laut smartvote.ch am besten vertreten werde. anhand der soge­nan­nten smart­spi­der kann men­sch die entwick­lung meines poli­tis­chen pro­fils der let­zten paar jahre able­sen. abge­se­hen, dass ich bei der “aussen­poli­tis­chen öff­nung” etwas wankelmütig scheine, hat sich gar nicht so viel verän­dert. die bilder unten zeigen meine smart­spi­ders im 2004, im 2007 und im 2008, also jetzt.

2004.smartspider.jpg 2007.smartspider.jpg 2008.smartspider.png

schade, kommt ein witziges pro­jek­tchen der berner gazette–jungs [3] nicht so wie geplant zu stande, ges­pannt auf die etwas andere wahlbeobach­tung bin ich trotz­dem! auch wenn ich sie erst etwas ver­spätet lesen werde, denn ich darf dieses woch­enende im sem­i­narho­tel am sem­pach­ersee über­nachten und nach­dem ich einen vor­trag gehal­ten habe, ein diplom in emp­fang nehmen…

übri­gens, herr chm: sie haben doch vor etwas über einem jahr die smart­spi­ders der blog­ge­ria ver­sam­melt, pla­nen sie auch wieder so ‘was? oder sind sie zu beschäftigt mit der neuen kamera?

[1]: 79 namen waren’s weil die let­zten bei­den über die klippe sprin­gen mussten und ich dafür beat gold­stein — ein stu­di­enkol­lege von mir — zweimal kumuliert wurde.

[2]: soviel von hand geschrieben wie schon lange nicht mehr. schön wäre natür­lich, wenn wir in zukunft ein­fach diesen zettel in die urne wer­fen kön­nten (oder damit brieflich abstimmen)

[3]: wel­come back!


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