Der Rückblick auf mich selbst im 2015

Hier ein weiterer meiner Jahresrückblick 2015-Posts. Die anderen sind unter dem Tag jahresrückblick15 zu finden.

Wie im 2014 habe ich mit der Everyday App praktisch jeden Tag ein Selfie von mir gemacht. Mit minimalsten Anpassungen hab’ ich das Skript von leztem Jahr über meine 338 Selfies laufen lassen. Zusammengesetzt mit der Zeitraffer-App kommt schlussendlich dieses Video hier raus.

Knapp die Hälfte der Tage dachte ich daran beim Arbeitsschluss im Treppenhaus ein Foto zu machen [2]. Dadurch ist der Hintergrund und die Beleuchtung in diesen Bildern etwas konstanter, was das Ganze etwas schöner zum anschauen macht.

So seh’ ich aus, wenn mensch den Durchschnitt aus allen 338 ausgerichteten Bildern macht. Mein durchschnittliches Gesicht im 2015.

Habis average face for 2015

[1]: Oder war auswärts am arbeiten. Oder nicht am arbeiten.

Die Antarktis

Kalle Ljung ist mit seinem Vater auf dessen Segelboot 16 Tage durch die Antarktis gesegelt. Dabei war auch eine GoPro HERO3+ Black Edition an einem DJI Phantom 2 Quadrocopter. Was dabei herauskam ist unglaublich atemberaubend schön.

Schlitz-Scanner-Kamera-Musik-Video-Test

Ich weiss nicht, ob Schlitz-Scanner-Kamera die korrekte Übersetzung von slitscan camera ist, aber jedenfalls sind die Bilder, die mit solchen Kameras (oder Software-Effekten) hergestellt werden, ein frischer Wind für die bildergewohnten Augen.

Der unten eingebundene Film ist so entstanden, dass mit einer Software die erste Pixelreihe in Originalzeit abläuft, die zweite Pixelreihe ein Bild hintennach kommt, die dritte Pixelreihe zwei Bilder hintendrin, bis das Bild bis unten aufgebaut wurde (das ist gut zu Beginn des Videos zu sehen, als das Video aufgebaut wird). Vor allem bei Bewegungen der Protagonisten entstehen Bilder, die aussehen, als hätte der CGI-Mensch durchgedreht, die Effekte sind aber nur durch das nicht-synchrone Abspielen der Pixelreihen zu erklären. Diese Technik wird übrigens auch bei Hochgeschwindigkeits-Kameras für Zielfotographie eingesetzt, damit mensch erkennen kann, wer als erste über die Ziellinie gelanget.

Und dass die Begleitmusik aus dem dem Video von der wunderbaren Band Beirut stammt, macht’s nochmal ein Stück besser, aber seht selbst:

[via nerdcore.de]

Ray: A life underwater

Bei der Suche nach Begleitmusik zum Filmli in der Aare in Worblaufen bin ich ziemlich zufälligerweise über ein schönes Video gestolpert, welches wirklich sehenswert ist. Auf dem Free Music Archive habe ich nach ‘Dive’ gesucht und bin so beim Album von A Life Underwater von junior85 gelandet. In der Beschreibung steht, dass dieses Album der Soundtrack zu einer Doku sei, die ich mir dann anschaute. Und ziemlich schön fand, deshalb hier der eigene Eintrag für diesen Film.

In der Dokumentation Ray: A Life Underwater erzählen die Filmemacher die Geschichte eines Tauchers, der mit 75 Jahren immerncoh Schalk in den Augen hat und es geniesst, die Meere rund um Plymouth nicht mehr kommerziell betauchen zu müssen. Auch wenn er dies nicht immer nach den Regeln der Kunst macht und nebst Anemonen anchaflen einiges an Staub aufwirbelt, sehenswerte Bilder sind’s allemal, über und unter Wasser. Meines Erachtens lohnt es sich, für knapp 15 Minuten mit Ray abzutauchen. Wer mit runter will, schaut sich das Video unten an.

Surfen ohne Flashplayer funktioniert auf OS X wunderbar

Seit der Neuvorstellung des MacBook Airs vor ein paar Wochen ist mir aufgefallen, dass die neuen Laptops von Apple zwar mit Flash, aber ohne Flash ausgeliefert werden. In den Hintergrundberichten dazu war zu lesen, dass dies unter anderem wohl aus softwarepolitischen Überlegungen gemacht wurde, wichtiger ist aber, dass die Laptops dadurch im Surf-Betrieb stabiler und stromsparender laufen, da der Flash Player prozessorintensiv und nicht ganz fehlerfrei programmiert ist. Schon seit sehr langer Zeit surfte ich mit ClickToFlash durch die Weiten des Internetzes, um dem Problem entgegenzuwirken. Dieses Plugin verhinderte aber nicht, dass der Flash Player im Hintergrund trotzdem geladen wird und Speicher sowie Prozessorzeit verbraucht.

Vor ein paar Tagen habe ich bei Herr Gruber drüben gelesen, wie einfach die Entfernung des Adobe Flash Players unter Mac OS X ist. Eine solche Entfernung (oder genauer Deaktivierung) ist nicht nur einfach, sondern – wie mein Praxistest in den letzten 10 Tagen zeigt – dank neuen Netztechnologien erstaunlich schmerzlos.

Seit 10 Tagen surfe ich fast ausschliesslich Flash Player-frei durch das Internet. Gemacht habe ich das nach Herr Grubers Anleitung so:

  • Im Ordner /Library/ einen neuen Ordner “Internet Plugins (disabled)” erstellen und aus dem Ordner “Internet Plugins” die Dateien Flash Player.plugin, flashplayer.xpt und NP-PPC-Dir-Shockwave rüberverschieben. Dies deaktiviert den Flash Player. Aus- und wieder einloggen oder neu starten aktiviert diese Einstellungen.
  • Youtube auf HTML5 umstellen, das aktiviert den HTML5-Player auf YouTube
  • Vimeo auf HTML5 umstellen
  • Die Safari-Extension Youtube5 installieren, damit auch eingebundene YouTube-Videos ohne Flash Player angezeigt werden.

So bewege ich mich nun seit 10 Tagen durchs Netz und habe nur ein paar Einschränkungen bemerkt. Entweder weil ich (noch) keinen Vimeo Pro Account habe oder weil die Youtube5-Extension nicht korrekt funktioniert werden die eingebetteten Videos von mir nicht als HTML5 ausgeliefert. Teilweise werden Videos von anderen Seiten als Youtube und Vimeo nicht als HTML5-Alternative ausgeliefert (z.B. Spiegel.de oder NewsNetz). Flashgames (z.B. die witzigen der Nothing Agency) funktionieren nicht und die Flickr-Diashows werden auch nicht angezeigt. Diese Probleme sind aber sehr einfach lösbar. Und wie ich im vorhergehenden Eintrag geschrieben habe, ist ohne Flash Player der Link zum Einbinden von issuu.com-Dokumenten zwar kurz sichtbar, führ aber nach einem Klick und der Anzeige des Einbett-Codes direkt zum Dokument.

Für solche Spezialfälle greife ich auf Google Chrome zurück. Google Chrome hat seinen eigenen Flash Player eingebaut, der nach dem Beenden des Browsers auch sauber wieder aus dem Speicher gelöscht wird und so nach dem Anschauen eines Videos oder einer Diashow keine weiteren Probleme macht.

Fazit: Der Flash Player ist dank neuen Netztechnologien heute nicht mehr zwingend notwendig. HTML5 FTW!