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Posts tagged ‘tastentest’


gut gerahmt [update]

Oct 2008
17

this hat mich mal wieder gefragt, ob ich bereit wäre, für die BZ in die tas­ten zu greifen. in unten­ste­hen­dem text ver­suche ich die freude an meinem neuesten gad­get in all­ge­mein­ver­ständliche form zu fassen. der text sollte heute in der BZ erscheinen, falls es denn möglich sein sollte auf der etwas unprak­tis­chen neuen seite danach zu suchen (hier geht näm­lich nix und espace.ch/tastentest ist auch tot. auf tastentest.bernerzeitung.ch ist auch noch nix zu finden…)

update: bei this drüben gibt’s die seite im original-layout, auch wenn’s eher um seinen artikel über die e-book-reader geht.

«Schon wieder?», fragt meine Fre­undin, als ich das Päckli aus­packe. Ich gestehe, bei neuar­ti­gen Gad­gets funk­tion­iert meine Impul­skon­trolle nur man­gel­haft. Als ich den Estarling-Bilderrahmen bei einem Inter­net­laden sah, habe ich mich spon­tan zum Kauf entschlossen. Das Spezielle an diesem ele­gan­ten schwarzen Ding: Es ist kein gewöhn­licher Bilder­rah­men, son­dern ein als solcher getarn­ter Bild­schirm. Sobald ich die Spe­icherkarte meiner Kam­era darin ein­gelegt habe, ändert sich der skep­tis­che Blick meiner Fre­undin. Der Rah­men zeigt die Bilder unserer let­ztwöchi­gen Wan­derung als Diashow an.

Schon das allein ist nicht schlecht. Was für mich aber der Grund war, genau diesen Rah­men zu kaufen, ist sein einge­bauter kabel­loser Anschluss an das weltweite Daten­netz. Dies ermöglicht mir, über eine vom Her­steller eigens dafür gemachte Web­seite Bilder auf dem Rah­men zu ver­wal­ten und direkt vom Com­puter neue Bilder in die Diashow einzufü­gen. Mit ein wenig Aufwand kann auch eine neu­modis­che Vari­ante des meta­ph­ysis­chen Gruselns aus Mani Mat­ters Coiffeur-Lied nachgestellt wer­den, wenn Fotos des Rah­mens wieder auf den Rah­men geschickt wer­den. Alle diese Kunst­werke wer­den dann auf einer Bildschirm-Diagonale von 20 Zen­time­tern in bril­lanten Far­ben dargestellt. Da jeder Rah­men mit Vor­gaben zur Ein– und Auss­chaltzeit verse­hen wer­den kann, hält sich auch der Energie­ver­brauch in Grenzen.

Zudem besitzt jeder Bilder­rahmeneine indi­vidu­elle E-Mail Adresse. So kön­nen mir Fre­unde und Wild­fremde Bilder schicken. Aus dem Haufen unbekan­nter Bilder – die Absender­adresse wird nicht angezeigt – erkenne ich nur eines ein­deutig. Der fotografis­che Geburt­stags­gruss, auf dem ein Fre­und ein paar Kerzen für mich aus­bläst, freut mich speziell, denn mein neues Gad­get war näm­lich ein Geburt­stags­geschenk von mir an mich selbst.


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