Recommended readings: 1. August 2014

Im letzten Monat las ich folgende Texte/sah folgende Videos und fand diese gut:

  • Less research is needed – Speaking of Medicine
  • Guy Walks Into a Bar – The New Yorker
  • MAP Visibility Estimation for Large-Scale Dynamic 3D Reconstruction – CVPR 2014 – YouTube
  • Hugh Herr: The new bionics that let us run, climb and dance – YouTube
  • Confessions of an American Drone Operator
  • So, I had a call with Elon Musk earlier this week – The Oatmeal
  • Warum? | Das Magazin | Blog
  • Wells Tower's Burning Man Experience – GQ February 2013
  • Flying Around Book Ops on Vimeo
  • Penpal – Creepypasta Wiki
  • Recommended readings: 3. February 2014

    Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:

    Stephen Fry: Out There

    Diese zwei Stunden sind schon länger in meiner “Mal anschauen”-Warteschlange, heute Abend kam ich endlich mal dazu, Stephen Fry zuzuschauen, wie er homosexuelle Brennpunkte in der Welt besucht und spannende, packende und emotionale Momente zeigt. Nebenbei entlarvt er extrem eloquent rückständige Priester in Uganda und ziemlich unerträgliche Politiker in St. Petersburg.

    Mensch sollte sich einen guten Tee aufkochen, etwas Zeit beiseite tun und diese zwei Videos [1] zu Gemüte führen. Mir haben sie (so schlimm die Stories manchmal auch sind) sehr gefallen.

    [1]: Auf youtube sind die Videos wohl illegalerweise zu finden. Wer in Umgebung der BBC lebt, kann die beiden Episoden auch hier anschauen. Oder – wenn die Software dementsprechend eingestellt ist – die BitTorrent-Software seines Vertrauens an diese und diese Adressen wenden.

    Gutscheine, Gutscheine, Gutscheine!

    Offensichtlich scheint’s überall zu weihnachten. Obwohl ich eine Newsletter-Allergie habe und wenn möglich jede unpersönliche Email einer Firma abbestelle, trudelten in den letzten Tagen einige Angebote in meinem Emailpostfach ein. Da ich bei den Angeboten schon zufriedener Kunde bin, stelle ich die Gutscheine hier zur Verfügung, à la “dr ender isch dr Gschwinder”.

    Wer wie ich gerne Reportagen liest, dem sei ein Abo des exzellenten Reportagen-Magazins allerwärmstens ans Herz gelegt. Das Abo kostet normalerweise 100.- im Jahr, ich als Abonnent kann ein Abo für 80.- verschenken. Wer von diesem Angebot gebrauch machen möchte, tue das mit einem Kommentar unten (oder – wenns nicht anders geht – per Mail) kund, den Rest regeln wir bilateral.

    update: Das Reportagen-Abo ist weg. Wer mal reinschauen will, kann aktuell (als Weihnachtsgeschenk in Zusammenarbeit mit dem NZZ Folio) bei reportagen.com/folio ein Probe-Exemplar bestellen.

    Wer wie ich eine Pebble kaufen möchte, kriegt diese hinter diesem Link für 25$ weniger. Wenn du von diesem Angebot gebrauch machst, trag dich im Kommentarfeld unten ein, dann wissen die nächsten Leser, ob das Angebot schon weg ist.

    Andere haben schon darüber geschrieben, wer mal angefixt ist, weiss, dass Kickstarter süchtig machen kann :) Vor ein paar Tagen sind meine ultraleichten Schuhe angekommen, zusammen mit einem Rabatt-Code für 25% für Bestellungen im Shop des Unbelievable Testing Laboratory. Mit dem Code “X2M3LE” der laut Newsletter mit Freunden geteilt werden kann, gibt’s diesen Rabatt.

    Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk für sich oder jemand anderen braucht, kann sich bedienen. Kostenlos & gern geschehen!

    Roboter, übernehmen Sie

    Die Jungs und Mädels von Bot & Dolly montierten auf mehrere Industrieroboter zwei Leinwände, Projektoren und eine Kamera (was auch Ihr Business ist).
    Mit ausgeklügelter Software und sogenannten Projektions-Mapping (genauso wie beim Rendezvous auf dem Bundesplatz) werden dann auf diese Leinwände Bilder projiziert, während sich diese (Leinwände und Bilder) bewegen. Alles direkt gefilmt, ohne digitale Nachbearbeitung am Computer (aber langer digitaler Vorbereitung).

    Was rauskommt, ist unglaublich beeindruckend anzusehen, und ich glaube es ist fast nicht übertrieben, eines der drei Gesetze von Herr Clarke zu zitieren: “Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden”.

    Nebenbei lohnt es sich auch noch ein-zwei andere Videos der Bot & Dolly-Crew anzugucken.
    Wenn ich einen Film drehen würde und zuviel Geld hätte, würde ich mir einen Scout oder eine Iris von denen zulegen…

    [via nerdcore.de]

    Jonah

    Jonah ist ein gelungener Kurzfilm über Grössenwahn, den Mzungus auslösen können.
    Nicht nur gelungen, weil er ein visuell üppig reale Szenen mit CGI mischt, sondern auch, weil er zu Beginn und am Ende genau das Gefühl rüberbringt, welches in Stone Town herrscht, genauso über wie unter Wasser.
    Hoffen wir, dass es dort nie so wird wie im Mittelteil!

    [via nerdcore.de]

    Abt. Nie richtig alt werden

    Du kannst auswählen, wieso ich dieses Video poste

    a) weil ich es mir heute morgen gespeichert habe, als ich es auf Waxy.org: Links gesehen haben, im Büro aber nicht angucken konnte

    b) weil es ein lustiger Grosspäppu mit GoPro-Kamera ist

    c) weil wir vorhin am BLGMNDYBRNVDPOUVHEBNLVD darüber gesprochen haben

    Wie auch immer, hier ein Beispiel wie mensch auch alt werden kann; mit einem Lächeln im Gesicht, einer Posaune vornedran und einer GoPro-Kamera am Posaunen-Zug.

    Schlitz-Scanner-Kamera-Musik-Video-Test

    Ich weiss nicht, ob Schlitz-Scanner-Kamera die korrekte Übersetzung von slitscan camera ist, aber jedenfalls sind die Bilder, die mit solchen Kameras (oder Software-Effekten) hergestellt werden, ein frischer Wind für die bildergewohnten Augen.

    Der unten eingebundene Film ist so entstanden, dass mit einer Software die erste Pixelreihe in Originalzeit abläuft, die zweite Pixelreihe ein Bild hintennach kommt, die dritte Pixelreihe zwei Bilder hintendrin, bis das Bild bis unten aufgebaut wurde (das ist gut zu Beginn des Videos zu sehen, als das Video aufgebaut wird). Vor allem bei Bewegungen der Protagonisten entstehen Bilder, die aussehen, als hätte der CGI-Mensch durchgedreht, die Effekte sind aber nur durch das nicht-synchrone Abspielen der Pixelreihen zu erklären. Diese Technik wird übrigens auch bei Hochgeschwindigkeits-Kameras für Zielfotographie eingesetzt, damit mensch erkennen kann, wer als erste über die Ziellinie gelanget.

    Und dass die Begleitmusik aus dem dem Video von der wunderbaren Band Beirut stammt, macht’s nochmal ein Stück besser, aber seht selbst:

    [via nerdcore.de]

    Neil Harbisson hört farbig

    Neil Harbisson hört farbig, dennoch ist er kein Synästheth. Im klassischen Sinn ist er behindert, wurde er mit einer Erbkrankheit der Netzhaut geboren, das heisst, er ist nicht nur etwas farbenblind wie ca. 5% aller Männer, sondern komplett farbenblind, er sieht die Welt komplett monochrom. Mit 21 Jahren beschloss er, zu einem – wie er sagt – Cyborg zu werden und installierte sich einen Chip im Schädelknochen, der mit einem Spektrometer verbunden ist, welcher Farbinformationen in Töne umwandelt. Diese Töne kann er über Knochenschall hören und so Farben empfinden.

    In seinem (unten eingebundenen) TED-Vortrag erzählt er davon, was er aus seiner Behinderung gemacht hat, was sehr spannend rüberkommt. Wunderschön finde ich den Moment in dem Neil farbige Stofffetzen vor seinen Sensor hält und die Farben beschreibt: Er spricht nicht von Grün, sondern von der Frequenz von Gras. Aber der bemerkenswerteste Moment in seinem Vortrag ist, als er beschreibt, dass er seine Kleidung (auf der TED-Bühne trägt er eine sehr coole Pink-Blau-Gelb-Kombination) nicht mehr so auswählt, dass es gut aussieht, sondern dass der Akkord zur Gelegenheit passt. Das hat zur Folge, dass er an einer Beerdigung in einer Kombination von Türkis, Violett und Orange auftauchen würde, weil dies ein trauriger b-Moll-Akkord ergibt.

    Grandios ist, dass sich seine doch sehr einschränkende Behinderung in keinem Moment manifestiert, sondern Neil den Eindruck macht, durch sein Cyborg-Upgrade einen zusätzlichen Sinn und ein wunderschönes Leben zu haben.