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17 minuten krieg [update]

der bugsierer linkt zu einem video, welches wirklich nur angeschaut werden soll, wenn mensch in die hässliche fratze des krieges schauen will. wirklich. echt. ansonsten lässt mensch es lieber sein und wundert sich, wieso facebook beginnt, zensur auszuüben.

ich habe mir die volle länge des videos angeschaut, und konnte zeitweilig fast nicht mehr mitlesen. die zynischen bemerkungen der besatzung des helikopters, von welchem dieses bord-kamera-video stammt, sind kaum zu ertragen.


aber wie der herr bugsierer sagt, für dieses video gibt es nicht genug kanäle. dass heisssporne in kampfhelikopter mehr als ein dutzend menschen umbringen, einen durch den angriff verwundeten reuters-reporter und seine retter ohne provokation erschiessen und dabei zwei kinder schwer verletzen tönt nach einer story aus einem schlechten film, ist aber realität in irak.
die ganze hintergrund-geschichte gibts bei collateralmurder.org, einen hintergrundbericht über die verfasserinnen des videos, wikileaks gibt’s bei spiegel online.
und denkt daran, das video ist harte kost und realität. wer’s anschaut ist hiermit nochmald gewarnt. so ist krieg.
[via henusode]

update: ein artikel von tomas avenarius im bund von gestern gibt noch eine fundierte meinung zu diesem thema ab: wer glaubt noch an den gentleman-soldaten?

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  1. Wie du schreibst: Harte Kost.

    Wenn ich dann noch auf einschlägigen Newsseiten Titel wie “Fackle sie alle ab! lese und mir dann noch einige Kommentare antue kommt mir einfach nur Galle hoch. Somit stellt sich die Zeitung etwa auf die gleiche Stufe wie die im Bordvideo gezeigten Szenen.

    Plötzlich jeder der schon mal einen Action-Film gesehen hat seine Vorgefertigte Meinung zum Thema Krieg äussert.

    übrigens… in ein ähnliches Thema geht folgender Artikel auch … http://www.20min.ch/news/ausland/story/17276020

  2. bei solchen kommentaren wie beim ersten verlinkten 20minuten beitrag von dir kann mann nicht mal sagen “wenigstens wird diskutiert”. wie du sagst, in etwa die gleiche stufe.

    nichtsdestotrotz finde ich es aber nötig, die szenen zu zeigen, um möglichst vielen klar zu machen, dass nebst allen anderem die zivilisten zu den allerersten verlierern in bewaffneten konflikten zählen.

    • naja, so ganz komplett anders ist die geschichte des herrn mccord auch nicht. ist aber sehr spannend, auch einen blickwinkel auf die sache zu sehen, vor allem weil er die geschichte mit den kindern etwas genauer erläutert. danke für’s aufmerksam machen.