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evolution einer abbildung oder: wieso einfach, wenn’s kompliziert einfacher ist

Nov 2008
05

ich bin am skizzieren einer pub­lika­tion, meine mas­ter­ar­beit des nachdiplom­studi­ums soll zu einem richti­gen paper werden.

dafür braucht es natür­lich abbil­dun­gen, um das ganze ein wenig anschaulich zu machen. ich habe währen meiner mas­ter­ar­beit eine meth­ode entwick­elt, wie das sicht­feld von — höch­stau­flösender — tomo­gra­phie so erweit­ert wer­den kann, dass der benutzer die wahl zwis­chen einer schnellen auf­nahme mit ok-qualität und einer auf­nahme in höch­ster qual­ität, dafür dauert das dann aber länger. das ganze wird erre­icht, indem die tomographie-aufnahmen speziell zusam­mengestellt wer­den. je nach posi­tion der probe müss eine unter­schiedliche anzahl auf­nah­men gemacht wer­den. ist auch nicht extrem wichtig, ich wollte ein­fach mal aus dem nähkästchen plaud­ern, und zeigen, was ich heute nami im büro gemacht habe.

während der mas­ter­ar­beit am PSI habe ich unter linux xfig als zwar alt­modis­ches, aber extrem potentes zeichen­pro­gramm ken­nen­gel­ernt. meine erste idee war deshalb, die abbil­dung mith­ilfe von jfig zu erstellen, einer java-implementation von jfig, die auch per web­start ohne instal­la­tion ges­tartet wer­den kann [1].

diese idee wurde dann kurz nach diesem ergeb­nis abge­brochen, weil’s ein­fach zu kom­pliziert wurde mit dem zeich­nen der ver­schiede­nen pro­jek­tio­nen in ver­schiede­nen winkeln…

(der klick auf die screen­shots macht’s gross)


evolution.jfig.png

als näch­stes kam dann eines meiner lieblings-vektor-zeichen-programme zum zug; inkscape. ein zeichen-programm, das auch viel kann. dadurch, dass sich jedes objekt in der grösse manip­ulieren lässt und dass winkel händisch eingegeben wer­den kön­nen, habe ich gedacht, sei das bildli schnell geze­ich­net. nach­dem ich dann meinen taschen­rech­ner mit cos­i­nus und sinus gequält habe, und das bild immer noch nicht wirk­lich gut aus­sah, habe ich aufgegeben. immer­hin sieht das bild schon ein biss­chen besser aus als oben und dank der guten export-funktion würde die abbil­dung im end-dokument auch gut aussehen.


evolution.inkscape.png

irgend­wann kam dann der geis­tes­blitz: am ein­fach­sten wäre es wohl, das ganze statt in 2D müh­sam zu zeich­nen, schnell in 3D als szene zu erstellen, damit’s mit allen winkeln und ansichten stimmt. also mal blender instal­liert, nach­dem dies durch einen befre­un­de­ten roboter emp­fohlen wurde [2]. blender ist ein 3D-programm, das extrem viel kann, wie men­sch in der galerie sehen kann. wem ele­phants dream oder big buck bunny ein begriff sind, weiss, dass mit blender auch filme gemacht wer­den kön­nen, sin­n­freie (8MB) oder auch extrem ein­drück­liche (58MB!).

nach­dem die ersten schritte dank des unge­wohn­ten inter­faces von blender sehr wack­e­lig waren, kon­nte ich nach etwa einer hal­ben stunde ein bild machen, an dem ich mor­gen weit­er­ar­beiten kann. das licht und die schat­ten müssen noch kor­rigiert wer­den, und ob ich das bild in ein vektor-format exportieren kann, weiss ich auch noch nicht. sonst ren­dere ich den auf­bau der pro­jek­tio­nen ein­fach in HD, dann merkts keiner, wenn ich’s run­ter­skaliere. und an den far­ben arbeite ich auch noch…


evolution.blender.png

manch­mal lohnt es sich also, einen kom­plizierten umweg zu gehen, auch wenn der weg nicht unbe­d­ingt das ziel ist.einfach so, damit ihr wisst, was ich den ganzen tag so im büro mache…

[1]: übri­gens ist web­start meine lieblingsvari­ante zum starten von jabref und imageJ auf allen möglichen sys­te­men…
[2]: der nebst fir­men führen auch noch filme gener­iert, dies aber dann in maya und nicht mit blender…


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